Meine Kolumnen aus der RUMS als Podcast
Im Folgenden finden Sie meine Kolumnen aus RUMS, einem lokalen digitalen Medienprojekt in Münster, das kritischen und konstruktiven Lokaljournalismus bietet.
Für meine Beiträge erhalte ich kein Honorar; vielmehr sehe ich darin eine Möglichkeit, mich auch öffentlich für das Thema Inklusion zu engagieren.
Im Folgenden habe ich einige dieser Kolumnen als Podcast aufgenommen, deren Erscheinungsdatum allerdings schon etwas länger zurückliegen. Die Textversionen können Sie (kostenpflichtig) bei der RUMS nachlesen.
„Meine Lieblingsrezeptur“
In dieser Kolumne beschreibe ich , wie ich als Mensch ohne Hände und mit nur einem Bein durch Neugier, Mut und Offenheit ein selbstbestimmtes Leben gestaltete und Inklusion im Alltag praktisch erlebe. Prägende Erfahrungen – etwa eine lange Reise nach Sardinien, eine Leukämieerkrankung und der kreative Umgang mit Technik und Hilfsmitteln – haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, im Hier und Jetzt zu leben, Hilfe anzunehmen und eigene Lösungen zu entwickeln.
„Der Sozialstaat braucht Inklusion“
In dieser Kolumne geht es darum, dass der deutsche Sozialstaat angesichts demografischer Veränderungen und wirtschaftlicher Herausforderungen unter Druck steht und Reformen notwendig sind. Ich vertrete daher die These, dass mehr Inklusion und Barrierefreiheit nicht nur gesellschaftlich geboten sind, sondern auch langfristig Sozialkosten senken und die Teilhabe am Arbeits- und Gemeinschaftsleben verbessern können. Dadurch könnte Inklusion zu einem wichtigen Baustein werden, um den Sozialstaat zu stabilisieren und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

„Die Welt von Paride“
Die Kolumne beschreibt, wie Menschen wie Paride durch Offenheit, Hilfsbereitschaft und Neugier die Lebensradien anderer erweitern und damit Freiheit, Teilhabe und Lebensqualität ermöglichen – besonders für Menschen mit Behinderung. Gleichzeitig zeigt sie, wie Alter, Krankheit oder gesellschaftliche Barrieren diese Lebensradien verkleinern können. Mehr Begegnung, Aufklärung und menschliche Offenheit – etwa in Schulen oder im Alltag – können dazu beitragen, mehr „Parides“ hervorzubringen und Inklusion im Sinne eines solidarischen Sozialstaats zu stärken.
„Inklusion und Illusion“
Deine Kolumne erinnert an die Verfolgung und Ermordung von Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus und warnt davor, dass gesellschaftliche Ausgrenzung und autoritäres Denken auch heute wieder an Einfluss gewinnen könnten. Sie betont die Verantwortung von Demokratie, Zivilcourage und politischem Handeln, um Menschenwürde und Inklusion zu schützen. Am Beispiel von Münster zeige ich, dass echte Teilhabe noch immer an fehlender Barrierefreiheit und politischem Zögern scheitert.

„Es geht voran, aber es reicht noch nicht“
In dieser Kolumne ziehe ich eine kritische Bilanz zur Inklusion in Münster: Trotz politischer Bekenntnisse fehlen oft verbindliche Regelungen und strukturelle Maßnahmen, etwa bei Behindertenparkplätzen oder barrierefreien Veranstaltungen. Gleichzeitig werden einzelne Fortschritte anerkannt, doch insgesamt fordere ich mehr politisches Engagement, gesellschaftliche Aufmerksamkeit und konkrete Maßnahmen, um echte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen zu erreichen. (Podcast noch nicht vorhanden)
„Der lange Weg zur Teilhabe“
Die Barrierefreiheit auf Veranstaltungen wird oft vernachlässigt, obwohl sie gesetzlich vorgeschrieben ist und die Teilnahme aller Menschen ermöglichen sollte. Persönliche Erfahrungen zeigen, dass Unterstützung und Verständnis entscheidend sind, um Inklusion zu fördern und ein positives soziales Miteinander zu schaffen. Inklusion betrifft jeden, da sich Lebensumstände unerwartet ändern können, und sie braucht gesellschaftlichen Zusammenhalt und kreative Lösungen. (Podcast noch nicht vorhanden)

„Glück und Behinderung“
Reisen mit Behinderung ist oft schwierig, besonders ohne ausreichende finanzielle Mittel oder Hilfe, doch es bleibt wichtig, Träume zu verwirklichen. Persönliche Erfahrungen zeigen, wie wichtig Unterstützung und die Bereitschaft anderer sind, um Barrieren zu überwinden und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Idee, Reiseassistenz-Seminare anzubieten, könnte anderen mit Behinderungen helfen, ähnliche Glückserlebnisse zu haben und Verständnis für Inklusion zu fördern.
(Podcast noch nicht vorhanden)
„Pflege und Prioritäten“
Die alternde Bevölkerung belastet das Pflegesystem, da immer mehr Menschen Pflege benötigen, oft schon früh im Leben. Trotz der Pflegeversicherung gibt es Herausforderungen wie Personalmangel und finanzielle Belastungen, die eine menschenwürdige Pflege erschweren. Eine stärkere Beteiligung Betroffener in politischen Entscheidungen könnte helfen, die Herausforderungen besser zu bewältigen und die Prioritäten der Gesellschaft in der Pflege zu überdenken. (Podcast noch nicht vorhanden)

„Parken vor Weihnachten“
Aufgrund des hohen Besucherandrangs während der Weihnachtszeit auf den Weihnachtsmärkten in Münster sind Schwerbehindertenparkplätze nicht ausreichend vorhanden, was die Teilhabe und Mobilität von Menschen mit Behinderungen einschränkt. Stattdessen sollten barrierefreie Lösungen, wie Shuttle-Services mit ehrenamtlichen Helfern vom Schlossplatz aus, und mehr zentrale Behindertenparkplätze angestrebt werden. Eine bessere Öffentlichkeitsarbeit könnte das Bewusstsein für diese Bedürfnisse schärfen und die Inklusion fördern. (Podcast noch nicht vorhanden)
„Ziemlich beste Sardinienfreunde“
Seit etwa 15 Jahren nutze ich das Modell der „Reiseassistenz“, um meinen Sehnsuchtsort Sardinien zu erreichen. Dort lebe ich auf einem Campingplatz in einem Wohnwagen und gehe daher bei der Auswahl der Assistenz sehr sorgfältig vor. Wichtige Kriterien sind körperliche Fitness, handwerkliches Geschick sowie Freude am Camping und an Menschen. In dieser Kolumne berichte ich über meine Erfahrungen mit diesem Reisemodell, einem Inklusionsprojekt, das Menschen mit Behinderungen die Freiheit und Freude von Campingreisen und gemeinschaftlichen Erlebnissen näherbringen soll.
(Podcast noch nicht vorhanden)

„Die Odyssee mit meiner Prothese“
In dieser Kolumne (hier als Download) berichte ich über die Herausforderungen mit meiner Beinprothese, die trotz technischer Fortschritte immer noch zu Problemen führen kann. Die neueste Prothese (Genium) zeigte Sicherheitsmängel, die Stürze verursachen, und der Hersteller hat die Probleme bis heute anscheinend nicht gelöst. Als Entschädigung für meine Sturzverletzungen bot er mir ca. 6.000 Euro an, die jedoch mit einer Schweigepflichtserklärung verknüpft war. Eine Lösung des Problems wurde mir bis heute leider nicht kommuniziert. Im Gegenteil, der Konzern verlangte das alte, für mich gut funktionierende Leihgelenk (C-Leg) zurück, ohne entsprechenden Ersatz bereitzustellen. Die letzten Gelenke habe ich daher bei Kleinanzeigen erworben. Weitere Unterlagen zu diesem Fall finden Sie rechts zum Download.
(Podcast noch nicht vorhanden)

Mein Anwaltsschreiben vom 25.01.2017 | Entschädigungsforderung aufgrund eines Produktmangels
Anwaltsschreiben des Konzerns vom 24.02.2017 | Entschädigung nur mit Schweigepflichtserklärung
Schreiben des Konzerns vom 06.05.2022 | Rückgabe des Leihgelenks ohne weitere Versorgung
Meine Antwort vom 02.06.2022 | Rückgabe des Leihgelenks ohne weitere Versorgung
Antwort des Konzerns bzw. Sanitätshaus vom 22.06.2022 | Weiterbenutzung auf eigenes Risiko
„Arbeit schafft Chancen“
Junge Menschen mit Behinderungen träumen von Berufen, stehen jedoch oft vor gesellschaftlichen und beruflichen Hürden. Trotz Fortschritten bleiben Herausforderungen im Arbeitsmarkt bestehen, da Unternehmen oft wirtschaftliche Aspekte über Inklusion stellen, und Schulen zahlen keine Ausgleichsabgabe. Lösungen wie bessere Qualifikation und politische Maßnahmen sind wichtig, um die berufliche Inklusion zu fördern und gleiche Chancen zu schaffen.
(Podcast noch nicht vorhanden)

„Ein selbstbestimmtes Leben“
In meiner ersten Kolumne erzähle ich von meinem Lebensweg mit einer angeborenen Behinderung und zeige, wie ich trotz vieler Hürden ein selbstbestimmtes Leben aufgebaut habe – als Lehrer, Erfinder und engagierter Vertreter für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Ich beschreibe, wie Unterstützung, Technik und eigener Einsatz es mir ermöglichen, Barrieren zu überwinden. Gleichzeitig mache ich deutlich, dass viele Probleme im Alltag von Menschen mit Behinderungen für die Mehrheit unsichtbar bleiben – etwa bauliche Hindernisse, fehlende Inklusion im Arbeitsleben oder soziale Risiken im Alter. Mit dieser und zukünftige Kolumne möchte ich diese Themen sichtbar machen, zum Nachdenken anregen und dafür werben, dass Teilhabe, Empathie und Barrierefreiheit als zentrale Werte einer solidarischen Gesellschaft verstanden werden.
(Podcast noch nicht vorhanden)
