Messgröße für Erfolg von Inklusion
Die Ermittlung der Behindertenquote in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt ist ein zentrales Instrument, um Inklusion und Chancengleichheit zu fördern. Auf gesellschaftlicher Ebene ermöglicht sie einen Überblick darüber, wie viele Menschen mit Behinderungen leben und welche speziellen Bedürfnisse berücksichtigt werden müssen. Diese Informationen sind essenziell, um barrierefreie Infrastruktur, öffentliche Dienstleistungen und Bildungsangebote gezielt zu planen und politische Maßnahmen darauf abzustimmen. In der Arbeitswelt dient die Quote vor allem dazu, gesetzliche Vorgaben zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zu überprüfen und deren Umsetzung zu kontrollieren. Unternehmen können anhand der Quote erkennen, ob sie ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden und in welchem Maß Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt integriert sind. Gleichzeitig schafft die Erhebung Transparenz und bietet Behörden sowie Interessenvertretungen eine Grundlage, gezielte Fördermaßnahmen einzuleiten, etwa durch Ausbildungsprogramme, Unterstützungsleistungen oder barrierefreie Arbeitsplätze. Langfristig trägt die Behindertenquote dazu bei, Ungleichheiten frühzeitig zu erkennen, inklusive Strukturen zu stärken und das Bewusstsein für die Bedeutung von Teilhabe in Gesellschaft und Wirtschaft zu schärfen. Daher gilt: Um so höher die Behindertenquote im ersten Arbeitsmarkt ist, desto erfolgreiche werden die Ziele von Inklusion erreicht.
In der Arbeitslosenstatistik gilt übrigens derjenige als schwerbehindert, wer einen Grad der Behinderung (GdB) von 50 und mehr hat (§ 2 Abs. 2 SGB IX) oder von der Bundesagentur für Arbeit bei einem GdB von 30 bis unter 50 einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt wurde (§ 2 Abs. 3 SGB IX).
Leider gibt es laut Landschaftsverband Westfalen-Lippe keine offizielle Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen in unserer Region, sondern es liegen nur absolute Zahlen vor.
Ähnlich verhält es sich bei den politischen Mandatsträgern. Auch in der Politik ist eine Quote nicht bekannt.
Mehr Informationen zu den Arbeitslosenzahlen in der Stadt Münster findet man auch im Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2026, welches im Folgenden heruntergeladen werden kann. Auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hält Informationen zu diesem Thema bereit.
